Graz
31.05.2015

Göttliche Ressourcen ungenutzt

Wie können wir siegreich gegen Sünde und Versuchung sein? Wie helfen uns dabei die göttlichen Ressoucen oder bleiben sie ungenutzt?

Der Mensch ist von seiner Natur sündhaft und kann nichts Gutes aus sich heraus tun. Diese biblische Wahrheit führt bei evangelikalen Christen manchmal dazu, daß wir uns damit abfinden und göttliche Ressourcen ungenutzt bleiben.  

Am 29. und 30. Mai fand in Graz ein Wochenende mit dem Thema Überwindung statt. Der Prediger Helge Külls führte uns durch dieses komplexe und sensible Thema, daß in den christlichen Kirchen seit vielen Jahren diskutiert wird. Wie kommt es zur Sünde? Durch eigene Wünsche,  Verführungen durch andere Personen von außen oder durch Gruppendruck stehen wir vor Entscheidungen, die wir aber letztendlich selbst treffen. Niemand kann uns zur Sünde zwingen. Wir sind selbst verantwortlich für das was wir tun oder nicht tun. Am Beispiel von David und Josef zeigte uns Helge Külls den Unterschied. Während David alles tat, um seine Sünde auszuführen, blieb Josef in Verbindung zu Gott und damit siegreich. Dabei kann Gott nichts ohne unseren eigenen Willen tun. Es bleibt letztendlich unsere Entscheidung ob wir sündigen. Es ist auch unsere Entscheidung ob wir Gott erlauben in unserem Leben zu wirken.

Am Nachmittag zeigte uns Helge Külls die Natur Jesus. Während der Mensch nach dem Sündenfall über einen Körper und Geist verfügt, der vom Sündenfall infiziert ist, hatte Jesus einen Körper, der vom Sündenfall gezeichnet war, aber einen Geist, wie Adam vor dem Sündenfall hatte. Deswegen hatte Jesus aber keinen Vorteil uns gegenüber. Im Gegenteil: Er lebte mit einem sündlosen Geist in einer gefallenen Welt. Für Jesus war es viel schwieriger als für uns.

In der letzten Stunde brachte Helge Külls wie man den eigenen Willen mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung bringt. Dazu hilft Gebet, um Gott zu bitten, damit wir in schwierigen Situationen siegreich bleiben. Allerdings bilden schlechte Gewohnheiten in unseren Kopf Synapsen, die uns immer wieder Lust auf diese Sünde machen. Satan kennt unsere Wünsche und Begierden und greift uns über diese Neigungen an. Durch Beschäftigung mit sündhaften Gedanken wie manche Filme, Theater oder Bücher wird Sünde wie z.B Ehebruch als etwas Harmloses dargestellt und prägt sich in unser Denken, auch falsche Ernährung kann uns zu sündhaften Gewohnheiten führen.

Dabei gibt es immer die beiden Extreme des Fanatismus und der Werksgerechtigkeit auf der einen Seite und die billige Gnade auf der anderen Seite. Glaube darf kein Angstglaube werden. Wiedergeburt ist aber auch keine einmalige Sache.  

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